Konferenz Diakonie und Entwicklung in Berlin

„Die Zukunft der Demokratie und die Rolle der Zivilgesellschaft“

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kreuzberger St. Simeons-Kirche wurde am Mittwoch die diesjährige Konferenz Diakonie und Entwicklung eröffnet. Sie findet am 17. und 18. Oktober in Berlin statt. Die bis zu 112 Delegierten diskutieren über die Zukunft der Demokratie und die Rolle der Zivilgesellschaft.

Die Konferenz Diakonie und Entwicklung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, zu dem die Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und die Diakonie Katastrophenhilfe gehören. Die Konferenz beschließt über allgemeine Grundsätze der diakonischen Arbeit sowie der Entwicklungsarbeit und der Humanitären Hilfe.

Auf der Tagesordnung des ersten Konferenztages standen neben den Berichten von Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüssen der Jahresabschluss des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung 2017 sowie die Genehmigung des Wirtschaftsplanes für das Jahr 2019.

Wie der Pressemitteilung der Diakonie zu entnehmen ist, sind der Hintergrund der thematischen Arbeitseinheit der Konferenz „Die Zukunft der Demokratie und die Rolle der Zivilgesellschaft“ am Donnerstag, die weltweit zunehmenden Angriffe auf die Grundlagen der Demokratie.

„In vielen Ländern geraten elementare demokratische Errungenschaften unter Druck. Die Zahl der Demokratien ist erstmals seit Jahrzehnten im Rückgang begriffen. Selbst in den demokratischen Staaten des Westens, Deutschland eingeschlossen, wenden sich mehr Menschen von den demokratischen Institutionen ab.“

 

Die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien sind ein Indiz für einen solchen Stimmungswandel. Mit dem Demokratieabbau schwindet auch der zivilgesellschaftliche Handlungs- und Wirkungsraum. Zivilgesellschaftliche Organisationen werden in vielen Teilen der Welt zunehmend in ihrer Arbeit behindert, Menschenrechtsverteidiger werden bedroht oder verhaftet.

Die 112 Delegierten befassen sich damit, welche Aufgaben daraus für Kirche, Diakonie und kirchliche Entwicklungsarbeit erwachsen und wie die Zivilgesellschaft als Fundament einer lebendigen Demokratie gestärkt werden kann.

Näheres siehe in der Erklärung der Konferenz      >> hier