Neuer Oldenburger Bischof offiziell ins Amt eingeführt

Bischof Adomeit: „Flagge zeigen und den Mund auftun“

Thomas Adomeit

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit am Mittwochabend in sein neues Amt eingeführt worden. In seiner Predigt rief er Christinnen und Christen auf, in der Welt politische Verantwortung zu übernehmen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, segnete den 48-jährigen Theologen vor rund 800 Besuchern in der St. Lambertikirche ein. Adomeit war im September 2018 von der Synode gewählt worden.

„Christsein zeigt sich konkret in den politischen Verhältnissen“

In seiner Predigt betonte Adomeit, dass Christen auch politische Verantwortung übernehmen müssten:
„Ein christliches Leben wird immer nach außen in die Welt strahlen.“
Dies bedeute, dass Christen ihre Stimme etwa gegen die Abschottung gegenüber Flüchtlingen, die zu niedrigen Pflegeentgelte oder gegen Gewalt als politische Lösung in Konflikten erheben müssten. Christsein zeige sich konkret in den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen, unterstrich der Bischof.
„Flagge zeigen, den Mund auftun, ja, das müssen wir.“
Es sei nicht hinnehmbar, wenn bestimmte Kräfte „unser Land, unser Miteinander, unsere demokratische Erfolgsgeschichte, unser friedliches Miteinander in Europa mit Parolen schlechtreden und kaputt machen“.

Es sei „für unsere Gesellschaft ein Skandal“, wenn die Pflegeentgelte in Niedersachsen nicht auskömmlich seien, um Menschen mit ihren Bedürfnissen angemessen zu versorgen, wenn sogar Einrichtungen von Insolvenz bedroht seien und Gehälter für Pflegekräfte nicht zum Leben ausreichten: „Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt.“

Näheres siehe in der Pressemitteilung der oldenburgischen Landeskirche      >>  hier

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