Keine Zukunft für ambulante Pflege in Diakonie und AWO?

Arbeitgeberverbände drohen

Schiedsgericht entscheidet im März und April über Refinanzierung

Zu den aktuellen, seit mehr als einem Jahr festgefahrenen, Verhandlungen um die Entgelte in der ambulanten Pflege in Niedersachsen, haben sich nun die Arbeitgeberverbände der Arbeiterwohlfahrt AGV AWO und der Diakonie DDN zu Wort gemeldet. Sie drohten mit einem Ausstieg aus der ambulanten Pflege.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten die Vorsitzenden beider Arbeitgeberverbände Rüdiger Becker und Rifat Fersahoglu-Weber die aus ihrer Sicht nunmehr verzweifelte Lage der Ambulanten Pflegedienste dar.

„Es ist nicht mehr refinanzierbar“

AWO und Diakonie beklagen, sie könnten sich die ambulante Pflege nicht mehr leisten. Den Kassen werfen sie vor, dass diese die tarifliche Bezahlung der Mitarbeitenden nicht berücksichtigen.

„Die Kassen produzieren seit Jahren einen erheblichen Druck auf uns und versuchen, uns als tarifgebundene Anbieter immer mit denen zu vergleichen, die nicht tarifgebunden sind und uns damit auch zu drücken“, sagte der DDN Vorstandsvorsitzende Rüdiger Becker. Würden die Kassen die ambulante Pflege nicht endlich kostendeckend vergüten, müssten die Arbeitgebervertreter von Diakonie und AWO die Reißleine ziehen: „Dann müssen wir unseren Mitgliedseinrichtungen empfehlen, ihre Arbeit in der ambulanten Pflege einzustellen. Es ist nicht mehr refinanzierbar.“

Näheres siehe im Hintergrundbericht des NDR  Fernsehen vom 17.03.2019    >>  hier


Bildrechte:

  • becker_2: © neuerkerode