Harz-Weser-Werke: Erste Erfolge, der Weg ist dennoch weit

Im Fall des Union-Bustings bei der Harz-Weser-Werke gGmbH (wir berichteten), hat die Mitarbeitervertretung um ihren ehemaligen Vorsitzenden Christos Gouvelis jetzt erste Teilerfolge eingefahren. Dennoch: der Weg ist erst begonnen und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Einrichtungsleitung und Mitarbeitervertretung scheint derzeit noch nicht in Aussicht. Das bestätigen leider auch Aussagen des Arbeitgeberanwalts.

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1. Verhandlungsergebnis im TV DN

Am 09. Juni 2020 ist ein erstes Verhandlungsergebnis erzielt worden. Die Tarifvertragsparteien haben sich auf eine Entgeltsteigerung, eine Corona Prämie, Veränderungen bei den Nachtzuschlägen und eine Bereitschaftsdienstregelung im ärztlichen Bereich verständigt.

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Arbeit neben der Rente

Durch Medienberichte bedingt befürchtet jeder dritte Deutsche im Alter ab 50 Jahren neben der Rente arbeiten zu müssen.

Im Januar nahmen zu diesem Thema 1.500 Personen im Alter ab 50 Jahren bundesweit an einer Umfrage des Marktforschers Toluna, im Auftrag des Immobilienvermittlers Engel & Völkers Liquid Home, teil. 

Die berufstätigen Befragten haben demnach zu 46 % diese Befürchtung. Bei den befragten Rentnern gab jeder fünfte an, dass die geringe Rente für einen schönen Lebensabend nicht ausreiche.

Die befragten Mieter gaben zu 42 % an, dass die Rente nicht zur Deckung der Lebenshaltungskosten ausreichen wird. Ebenfalls ist jeder vierte Eigenheimbesitzer dieser Meinung.

Insgesamt sind es vorwiegend mehr Frauen als Männer welche sich Sorgen um ihre Lebensträume im Alter machen.

Spahns Pflegereform unter Beschuss

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um vom Regierungskabinett beschlossenen Pläne zur Pflegereform stehen derzeit unter großem öffentlichen Druck. Gewerkschaften, Krankenkassen, die Stiftung Patientenschutz und Arbeitgeberverbände kritisieren den Entwurf als unzureichend.

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onlineBefragung Behindertenhilfe

 Die Umfrage läuft vom 1. Juni bis 18. Juli 2021.

In der Behindertenhilfe arbeiten hierzulande schätzungsweise rund 500.000 Beschäftigte. Sie unterstützen Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen oder psychischen Behinderungen. Sie arbeiten in Tagesförderstätten, Schulen, Kitas, Werkstätten, Wohneinrichtungen, Berufsbildungswerken, Beratungsstellen und anderen Einrichtungen und Diensten. Über die Bedingungen, unter denen sie das tun, ist wenig bekannt. ver.di will das ändern und startet gemeinsam mit der TU Darmstadt eine bundesweite Beschäftigtenbefragung. Die Online-Befragung wird gemeinsam von ver.di und Wissenschaftlern vom Institut für Soziologie der TU Darmstadt durchgeführt, streng anonymisiert und wissenschaftlich ausgewertet. Gefragt wird unter anderem nach Arbeitszeiten, Belastungen, Personalsituation und Versorgungsqualität.  

Die Fragen zu beantworten, dauert etwa 15 Minuten.

Es ist wichtig, an der Befragung teil zunehmen. Sie kann dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen in der Behindertenhilfe sichtbar zu machen und den Handlungsbedarf aufzuzeigen. Die Befragung soll wichtige Informationen liefern, die ver.di in den Betrieben, in der Tarifpolitik, in der Öffentlichkeit und gegenüber den politisch Verantwortlichen nutzen kann, um die Arbeitssituation zu verbessern. Denn klar ist: Damit Teilhabe und Inklusion funktionieren, braucht es gute und sichere Arbeit in diesem Bereich.

Hier der Link zur Befragung.

Tausende Stellen in der Pflege vakant

In einer kleinen Anfrage haben sich Abgeordnete der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nach der Anzahl der derzeit vakanten Stellen in der Alten- und Krankenpflege erkundigt.

Die Antwort der Bundesregierung stützt sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit und macht deutlich: gesucht wird im gesamten Pflegebereich. Insbesondere bei Fachkräften sind hohe Vakanzen zu verzeichnen.

20.000 gemeldete freie Stellen in der Altenpflege

In der Altenpflege sind mit 20.000 freien Stellen am meisten Arbeitsplätze zu besetzen. Von den 20.000 Stellen entfallen 13.000 auf Fachkräfte/Spezialisten und 7.000 auf Hilfskräfte. Auch bei Gesundheits- und Krankenpflegern sieht die Situation nicht besser aus. In ihrer Statistikgruppe, in der sie gemeinsam mit Rettungsdienst und Geburtshilfe geführt werden, sind 16.000 offene Stellen gemeldet. Davon rund 15.000 für Fachkräfte und 1.400 für Hilfskräfte.

Damit liegen die absoluten Zahlen minimal unter dem Vorjahresdurchschnitt, befinden sich aber weiterhin stabil auf einem hohen Niveau.

Arbeitslose Pflegefachkräfte können Bedarf bei Weitem nicht decken

Zieht man weitere Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zu Rate, so wird deutlich, dass der Bedarf auch mit arbeitslosen Pflegefachkräften bei Weitem nicht gedeckt werden kann. So kamen beispielsweise in der Altenpflege im Jahr 2020 auf 100 gemeldete Arbeitsplätze nur 26 arbeitslose Fachkräfte. In der Krankenpflege sieht das Verhältnis mit 100 zu 47 nicht wesentlich besser aus. Umgekehrt verhält es sich jedoch bei den Pflegehilfskräften. Hier kamen 2020 in der Altenpflege 442 arbeitslose Pflegehilfskräfte auf 100 gemeldete Stellen. In der Krankenpflege lag die Zahl mit 367 arbeitslosen Pflegehilfskräften zwar niedriger, aber dennoch deutlich über dem Stellenangebot.

Fazit: Qualifizierung könnte helfen, Berufsbild muss attraktiver werden

Auch die Bundesagentur für Arbeit schließt aus den vorliegenden Daten, dass der Bedarf auch mittelfristig nicht aus den gemeldeten arbeitslosen Fachkräften zu decken ist. Da bei den Pflegehilfskräften jedoch derzeit ein deutliches Überangebot besteht, könnte eine Qualifizierung von Pflegehilfskräften zu Pflegefachkräften die Problematik abmildern. Ganz beseitigen lässt sie sich auf diesem Weg jedoch sicherlich nicht, sodass das vorrangige Ziel sein muss, das Berufsbild der Pflegefachfrauen und -männer für die Zukunft attraktiver zu gestalten. Nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen lassen sich junge Menschen für diesen Berufszweig begeistern. Dazu gehören neben einem adäquaten Gehalt insbesondere flexible Arbeitszeitmodelle, um private und berufliche Bedürfnisse zu vereinen.

Gutschein für eine Nachtschicht

Wie angekündigt fand im Rahmen der Tarifrunde Diakonie Niedersachsen am 27.05.2021 in der Dachstiftung Diakonie das nächste Treffen der Arbeitgeber*innen statt. Die Arbeitgebervertreter*innen trafen sich in einer Hybridsitzung. Doch Herr Daub, ein Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DDN und Theologischer Vorstand der Dachstiftung Diakonie, war vor Ort und nahm von Frau Klausing (Verhandlungsführerin von ver.di) anstelle von Herrn Dr. Rannenberg (Verhandlungsführer der Arbeitgeber*innenseite) einen Gutschein für eine Nachtschicht entgegen. Begleitet wurde sie von einer Delegation und dem Verhandlungsführer des Marburger Bundes Dr. Matthias Schloz.

Herr Daub versicherte, dass ihm bewusst ist wie schwer und anstrengend die Arbeit im Nachtdienst ist, jedoch verwies er auch auf Refinanzierungsschwierigkeiten und eventuelle Ungerechtigkeiten, wenn der Nachtzuschlag erhöht werde. Das Gesagte fand keinen positiven Widerhall bei der Delegation.

Er bedanke sich, auch im Namen von Herrn Dr. Rannenberg, für die “Einladung” zu einem Nachtdienst und sicherte Frau Klausing zu sich als bald bei ihr zu melden damit sie seinen Einsatz organisieren kann.

Wir sind gespannt!

Eine Nachtschicht?

Aus sicherer Quelle wissen wir, dass sich die Arbeitgeber*innenseite der Tarifkommission morgen in der Dachstiftung Diakonie trifft, um sich über die Forderungen der Arbeitnehmer*innenseite zu beraten. Hoffentlich können sich die Arbeitgeber*innen an das Video der Kollegin aus der Altenpflege erinnern, die u.a. Herrn Rannenberg (Verhandlungsführer des Diakonischen Dienstgeberverbandes in Niedersachsen) auffordert mal eine Nachtschicht mitzuarbeiten. Natürlich ist dies, weder in dem Video noch im Forderungskatalog, die einzige Forderung sondern die Entgeltsteigerung, die Gleichbehandlung der Teilzeitbeschäftigten bei der Definition der Überstunde und auch die Corona-Prämie. Für alle die das Video sehen möchten hier der Link.

Kita-Personalcheck ist gestartet

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, der ver.di-Kita-Personalcheck ist gestartet!

Worum geht es?

Die Gewerkschaft ver.di führt bis zum  15.Juni 2021 eine bundesweite Befragung in allen Kitas durch. Die in ver.di organisierten Fachkräfte aus den Kitas, wollen wissen, wie es in der alltäglichen Arbeit aussieht. Daher werden Fragen zu der Arbeitszufriedenheit, zur Personalsituation, zur Fluktuation im Team, zu den Verfügungs- und Vorbereitungszeiten, zur  Anleitung/ Ausbildung und zu den Möglichkeiten der Weiterqualifizierung gestellt.

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