ver.di-Kirchenfachrat unterstützt buko-Forderung

Auch der Kirchenfachrat der Gewerkschaft ver.di unterstützt die Forderung der buko zur Überarbeitung des kirchlichen Arbeitsrechtes (wir berichteten). In einem Artikel hat der Kirchenfachrat sich der buko-Forderung nun angeschlossen und erweiternd eigene Aspekte formuliert.

Forderungen des Kirchenfachrats

Über die Forderungen der buko hinaus fordert der Kirchenfachrat von den politischen Akteur:innen:

  • Die Rechte der kirchlich Beschäftigten müssen gestärkt werden.
  • Es ist unverzüglich ein transparenter Roadmap-Prozess zur Angleichung des kirchlichen Sonderstatus an das staatliche Arbeitsrecht zu starten.
  • Die Gewerkschaft ver.di sowie die betrieblichen Interessenvertretungen sind in den Prozess einzubeziehen.

Dafür ist nach Meinung des Kirchenfachrates folgendes erforderlich:

  • Die kirchlichen Privilegien im Arbeitsrecht sind durch den staatlichen Gesetzgeber ersatzlos abzuschaffen.
  • Die verfassungsrechtlichen Schranken für die eigenen Angelegenheiten der Kirchen sind durch den staatlichen Gesetzgeber eng zu fassen. Einer einseitigen Ausdehnung durch die Kirchen wie in den vergangenen 70 Jahren ist entschieden entgegenzuwirken.

Diskussion unter den Arbeitnehmer:innen anregen

Wir würden es ausdrücklich begrüßen, wenn die Forderungen der buko und des ver.di Kirchenfachrats durch die Mitarbeitervertretungen unter den Arbeitnehmer:innen verbreitet werden könnten. Wir sollten für dieses Thema möglichst viel Aufmerksamkeit generieren!

Bildrechte:

  • Kirchenfachrat: ver.di

AVR-DD ohne Verhandlungsergebnis

Die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) der AVR-DD ist ohne ein Ergebnis auseinander gegangen. Am 17.06.2021 hat die Arbeitsrechtliche Kommission erneut über das fragwürdige Angebot der Dienstgeberseite verhandelt und die Dienstnehmerseite hat das Angebot der Dienstgeberseite abgelehnt. Die Veröffentlichung der Dienstgeberseite weicht eklatant ab von der Veröffentlichung der Dienstnehmerseite. Ob tatsächlich beide Seiten an der gleichen Sitzung teilgenommen haben?

Weiterlesen

Diakonie Mitteldeutschland geht 3. Weg ohne Arbeitnehmer

Schon Anfang April hatten wir berichtet, dass die Arbeitnehmerseite in der ARK der Diakonie Mitteldeutschland die Arbeitgeberseite aufgefordert hat, in Verhandlungen zu einem Tarifvertrag zu treten. Dieses Ansinnen wurde jedoch schnell von der Arbeitgeberseite abgeblockt. Sie wollten ohne jeden Zweifel am 3. Weg festhalten und forderten zur Teilnahme an der ARK auf.

Weiterlesen

Bildrechte:

  • Vorlage_Beitragsslider-Mitteldeutschland: ag-mav.de

HWW-Geschäftsführer führt Kampagne gegen Mitbestimmung

In der Harz-Weser-Werke gGmbH im Süden Niedersachsens schwelt schon seit längerem ein Konflikt zwischen Geschäftsführer Ditmar Hartmann und der Mitarbeitervertretung, welcher nun zum Großbrand ausgebrochen ist. Die von Herrn Hartmann vollzogenen Maßnahmen sind mittlerweile nicht mehr nur eine Attacke auf die MAV und ihren ehemaligen Vorsitzenden Christos Gouvelis, sondern vielmehr der grundsätzliche Angriff auf die innerbetriebliche Mitbestimmung.

Weiterlesen

Altenpflege-Tarif: VDDD verdreht Verantwortlichkeiten

 

Nach der Ablehnung des Flächentarifvertrages Altenpflege durch Caritas und Diakonie ist der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) in Person seines Vorstandsvorsitzenden Christian Dopheide sehr bemüht, die Entscheidung der kirchlichen Träger in ein für sie günstiges Bild zu rücken. In einer Pressemeldung äußert er sich mit wirklich nicht nachvollziehbaren Ansichten zum Tarifvertrag und der Situation der Altenpflege und versucht damit die Verantwortung für das Scheitern von den kirchlichen Trägern zu weisen.

 

Weiterlesen

1 2 3 7