Agiles Unternehmen, Holacracy, Buurtzorg-Modell & Co.

Die Fortbildung finden in Bad Zwischenahn in der Zeit vom 26.–30.09.2022 statt.

Neue Formen der Selbstorganisation in der sozialen Arbeit

Seit einigen Jahren werden regelmäßig neue Ansätze der Unternehmensorganisation präsentiert, die sich alle darum drehen, wie Teams selbst organisiert arbeiten können. Dazu hat nicht zuletzt der Best-Seller „Reinventing Organizations“ von Frédéric Laloux im Jahr 2014 beigetragen.
All diese Ansätze versprechen ein sinnstiftendes Arbeiten, das den Beschäftigten mehr Verantwortung gibt und ihnen ermöglicht, selbständig, flexibel und dynamisch auf die ständig im Wandel begriffenen Arbeitsanforderungen zu reagieren. Auch in diakonischen, kirchlichen oder anderen sozialen Einrichtungen werden Konzepte des „agilen Unternehmens“, der „evolutionären Organisation“, des „kollegial-geführten Unternehmens“, der „Holacracy“, des „Buurtzorg-Modells“ usw. diskutiert oder bereits eingeführt.
In diesem Seminar möchten wir einige dieser Ansätze vorstellen und gemeinsam erarbeiten, worauf betriebliche Interessensvertretungen achten sollten, wenn ihre Einrichtungen planen, sie einzuführen.
Denn eins ist sicher: Sie halten nur bedingt, was sie versprechen. Schließlich soll an den ökonomischen Rahmenbedingungen letztlich nicht gerüttelt werden.

Seminarinhalte

  • Neue Management-Konzepte: Agiles Unternehmen, kollegial-geführtes Unternehmen, evolutionäre Organisation, Holacracy, Buurtzorg-Modell usw.
  • Arbeitsorganisation, Arbeitsanforderungen, Führungsverhalten und Arbeitsbelastungen
  • Selbstorganisierte Teams und indirekte Steuerung
  • Mitbestimmungsrechte der MAV

Zielgruppe

Diese Fortbildung richtet sich an alle Mitarbeitervertretungen.

Interessierte können sich hier anmelden: Agiles Unternehmen, Holacracy, Buurtzorg-Modell & Co. (mav-seminare.de)

Hinaus zum 1. Mai!

Traditionell rufen Gewerkschaften landesweit zur Teilnahme an den zahlreichen Mai-Kundgebungen auf. Der Tag der Arbeit steht 2022 unter dem Motto „GeMAInsam Zukunft gestalten“. Gewerkschaften stehen für ein solidarisches Miteinander, was besonders in unruhigen Zeiten notwendig ist, heißt es im Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).
Die Mitglieder der agmav-Niedersachsen Arbeitsgemeinschaft unterstützen den Aufruf. Es ist auch 2022 notwendig, gemeinsam wieder auf die Straße zu gehen und am Tag der Arbeit ein sichtbares Zeichen für eine gerechte Zukunft zu setzen.

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Großer Fachkräftebedarf in Sozial- und Erziehungsberufen

Die Bundesregierung geht davon aus, dass in der Berufsgruppe „Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege“ zwischen 2020 und 2025 rund 288.000 Stellen neu besetzt werden müssen. Das schreibt sie in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei. Sie verweist auf die Mittelfristprognose des Fachkräftemonitorings, das für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erstellt worden ist.

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Der Fahrplan für 2023 steht!

„Die Anzahl der Teilnehmenden bei Fortbildungen von dia e.V. war 2021 erfreulicherweise wieder auf dem Niveau von 2019.“ so Tobias Warjes, Vorstandsvorsitzender vom Verein „Diakonische ArbeitnehmerInnen Initiative e.V.“ (dia e.V.). Der Verein veranstaltet Schulungen für betriebliche Interessenvertretungen, vorrangig Mitarbeitervertretungen. Getragen wird dia e.V. von der Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen in Niedersachsen.

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Reformen – Betriebsverfassung, MAVO, MVG-EKD

50 Jahre Betriebsverfassungsgesetz

Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) trat 1952 in Kraft und regelte nach der Tradition des Weimarer Betriebsrätegesetz die Mitbestimmung von Betriebsräten. 1972 wurde es unter dem damaligen Bundeskanzler Willy Brandt grundlegend reformiert. Nun soll es fit gemacht werden für das 21. Jahrhundert.

Mit dem im letzten Jahr in Kraft getretenen Betriebsrätemodernisierungsgesetz wurde der erste Schritt zur Reformierung eingeleitet. Die Wahl für Betriebsräte wurde vereinfacht und der Kündigungsschutz ausgeweitet. Den derzeit stattfindenden Betriebsratswahlen wurden dadurch ein guter Weg bereitet.

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  • Reformen: ag mav

TV DN-Broschüre erhältlich

Nachdem die Tarifrunde im Tarifvertrag Diakonie Niedersachsen (TV DN) vor einigen Wochen mit einem Ergebnis beendet wurde, ist nun die aktuelle Fassung des TV DN als Broschüre von ver.di erschienen.

Digital auf der Homepage – als Broschüre bei ver.di verfügbar

Die aktuelle Fassung ist als pdf-Datei ab sofort auf unserer Homepage verfügbar und wie gewohnt auf der Startseite und in den Arbeitshilfen verlinkt bzw. dargestellt.

Die gedruckte Broschüre ist für ver.di-Mitglieder nun über die jeweilige Geschäftsstelle erhältlich.

Bildrechte:

  • TVDN_Cover: ver.di
  • TVDN_Header: ver.di

Frohe Ostern!


Unterm Baum im grünen Gras
sitzt ein kleiner Osterhas`!
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
macht ein Männchen, guckt hervor.
Springt dann fort mit einem Satz
und ein kleiner frecher Spatz
schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was ist´s? Ein Osterei!

In diesem Sinne wünscht Euch Eure ag mav – Frohe Ostern und allen Arbeitshasen einen ruhigen und entspannten Dienst!

Aktionstage zu den Tarifverhandlungen TVöD SuE

Tempo machen für Aufwertung

Unter dem Motto „Tempo machen für Aufwertung“ wird von der Gewerkschaft ver.di zu einem weiteren Aktionstag im Rahmen der Tarifverhandlungen TVöD SuE aufgerufen, dieses Mal von und mit der Behindertenhilfe.

Gefordert werden auch hier mehr Entlastung der Beschäftigten und finanzielle Anerkennung für die Tätigkeiten.

Am Europäischen Protesttag für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderung, dem 05.05.2022, wird zum Streik bzw. zu solidarischen Aktionen, unabhängig vom Arbeitgeber, aufgerufen.  Infos findet Ihr im > Flyer

Weitere Aktionenstage sind ebenfalls geplant für:

02.05.2022 von und mit der Sozialarbeit > Flyer

04.05.2022 von und mit den Kitas > Flyer

Gemeinsam und gestärkt für die nächste Tarifverhandlungsrunde am 16. – 17.05.2022.

Für Euch. Für Uns. Für Alle

Über die Beteiligungsmöglichkeit zum Aktionstag am 06.04.22 hatten wir Euch Ende März informiert und möchten Euch eine Rückmeldung über die erfolgten Unternehmungen geben.

Sich solidarisch zu zeigen, dazu waren Mitarbeiter:innen kirchlicher und privater Einrichtungen aufgerufen worden, da sich viele diese Einrichtungen an dem TVöD SuE orientieren.

Bundesweit fanden vielerlei Aktionen statt wie z.B. diverse Kundgebungen, zahlreiche Foto – und Solidaritäts Sticker – Aktionen sowie aktive Mittagspausen, bei welcher sich die Mitarbeiter:innen gut sichtbar und unweit der Einrichtungen platziert hatten.

Das Signal „Wir stehen zusammen!“ wurde den Arbeitgebern deutlich vermittelt. Denn unabhängig vom Arbeitgeber kämpfen die Beschäftigten mit Personalmangel, Überbelastung und geringer Bezahlung.

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  • TVöD SuE: ag mav / ver.di

Aus der besonderen Schlichtungsstelle wird die Einigungsstelle

Im Tarifvertrag Diakonie Niedersachsen (TV DN) wird z.B. in Anlage C VI §5 die besondere Schlichtungsstelle nach § 37 a Abs.2 MVG-K für Zuständig erklärt, wenn eine Einigung über eine Dienstvereinbarung zu Zuschlägen für erschwerte Arbeiten nicht zustande kommt. Jetzt fragt sich die Laiin, und manchmal auch die Expertin, welche Institution wohl zuständig ist wenn doch seit 01.01.2020 das MVG-K durch das MVG-EKD abgelöst wurde. Dazu gibt es seit September 2021 eine Antwort.

Eine durch Beschluss des Kirchengerichts für mitarbeitervertretungsrechtliche Streitigkeiten der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen eingesetzte Einigungsstelle hat beschlossen:

Vorsitzender dieser Einigungsstelle war der Direktor des Kirchengerichts und Richter am Arbeitsgericht Dr. von der Straten.

Wie lautet die Begründung?

Bei der besonderen Schlichtungsstelle nach § 37a Abs.2 MVG-K handelte es sich um die in § 37a MVG-K geregelte Einigungsstelle. Das MVG-K trat zum Ablauf des 31.12.2019 außer Kraft und an seine Stelle trat ab 01.01.2020 das MVG-EKD. Im MVG-EKD ist die Einigungsstelle in § 36a geregelt und diese entspricht in ihrem Verfahren-und nahezu auch hinsichtlich ihrer Zusammensetzung- der Einigungsstelle nach § 37a MVG-K. Bedenkt man noch den erkennbaren Willen der Tarifvertragsparteien ein Konfliktlösungsinstrument zu schaffen, das so funktioniert wie eine Einigungsstelle, findet sich dieser Wille in § 36a MVG-EKD wieder. Deshalb kommt die eingesetzte Einigungsstelle zu dem Ergebnis, dass nach dem Sinn und Zweck der Tarifnorm des § 5 Abs.2 der Anlage VI zum TV DN sich die dort genannte „besondere Schlichtungsstelle“ nach dem Inkrafttreten des MVG-EKD nun auf die Einigungsstelle nach § 36a bezieht.

„Union Busting“ – Behinderung von Arbeitnehmervertretungen

„Union Busting“

Der Fachbegriff „Union Busting“ kommt aus dem amerikanischen und bedeutet die systematische Bekämpfung, Unterdrückung und Sabotage von Arbeitnehmervertretungen.

Zum Vorgehen bei „Union Busting“ gehören legale als auch illegale Methoden wie z. B. ungenehmigte Ausspähungen, gezielte Diskreditierungen und ungerechtfertigte Kündigungen von Arbeitnehmervertretungsmitgliedern.

Das aus den USA stammende Modell hat zwischen 2000 – 2010 seinen Weg und seine Ausbreitung in Deutschland gefunden und wird vorrangig in der freien Wirtschaft gegen Betriebsräte, Vertrauensleute, aber auch gegen Gewerkschaften angewendet.

„Union Busting“ geht oft Hand in Hand mit Versuchen, eine Mitarbeiterschaft nach Kosten- und Effizienzgesichtspunkten zu optimieren und solche Arbeitnehmer:innen zu identifizieren und auszusondern, die im Raster der Unternehmensleitungen und ihrer Berater als zu teuer, zu langsam, unflexibel, unangepasst oder delinquent erscheinen.

Die Gewerkschaft ver.di gibt mit ihrem Artikel „Was kann gegen Union Busting getan werden“ Hilfestellung für Arbeitnehmervertretungen.

Konferenz in Bremen zum Thema „Union Busting“

Im Bremer DGB Haus fand am 05.04.22 eine Konferenz zum Thema „Union Busting“ statt, zu welcher ver.di gemeinsam mit der Bremer Arbeitnehmerkammer und dem evangelischen Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) eingeladen hatte.

Eröffnet wurde die Konferenz durch den Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) mit den Worten:

„Behinderung der Betriebsratsarbeit ist kein Kavaliersdelikt“

Andres Bovenschulte verwies auf einen besonders krassen Fall der Behinderung der Betriebsratsarbeit im Altenpflegeunternehmen „Senioren Wohnpark Weser“. Es ging dabei um fristlose Kündigungen von zwei Betriebsrätinnen, Haus- und Kommunikationsverbote sowie Auslesung von Telefon- und Computerdaten. Die Betriebsrätinnen konnten inzwischen die Prozesse für sich entscheiden und wurden für Ihren Einsatz gelobt.

„In mitbestimmten Betrieben herrschen nicht nur bessere, gesündere und familienfreundlichere Arbeitsbedingungen, sie sind – das wissen wir aus Studien – auch erfolgreicher und zukunftsorientierter.“ so Bovenschulte.

Die Absicht der Bundesregierung und des Bundesarbeitsministers, mit neuen gesetzlichen Regelungen schärfer gegen Arbeitgeber vorzugehen, die die innerbetriebliche Mitbestimmung behindern begrüßte der Bürgermeister.

Die Beteiligung eines evangelischen Dienstes an der Konferenz, sowie Einzelfälle in diakonischen Einrichtungen zeigen auf, dass „Union Busting“ auch vor der Kirche und Mitarbeitervertretungen keinen Halt macht.

Bildrechte:

  • Union Busting: ag mav /DGB
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