Neuer Leiter für Bundesakademie

Klaus ZillerKlaus Ziller (55) wird neuer Leiter der Bundesakademie für Kirche und Diakonie in Berlin. Der Aufsichtsrat der Akademien für Kirche und Diakonie habe den Theologen und Pädagogen zum Geschäftsführer der Bildungseinrichtung berufen, teilte die Diakonie am Montag mit. Zum 1. September 2016 soll Ziller die Nachfolge von Wolfgang Hoffmann antreten.

Ziller ist Referatsleiter im Bildungsdezernat der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Er bringt umfassende Berufserfahrung in der Bildungsarbeit mit. Er war unter anderem als Studienleiter am Pädagogisch-Theologischen Zentrum in Thüringen tätig. Außerdem verfügt er den Angaben nach über Kenntnisse in der Personalentwicklung und im Qualitätsmanagement.

Die Bundesakademie für Kirche und Diakonie bietet für Menschen in sozialen Arbeitsfeldern Bildungsangebote. Gemeinsam mit der Führungsakademie für Kirche und Diakonie bildet sie die Akademien für Kirche und Diakonie.
Quelle: epd sozial

ACK Klausel: Diakoniechef für nichtchristliche Diakoniebeschäftigte

Bammessel-BayernDer bayerische Diakoniepräsident Michael Bammessel hat sich dafür ausgesprochen, in Zukunft auch nichtchristliche Mitarbeiter in der Diakonie zu beschäftigen. In seinem Videoblog im sozialen Netzwerk Facebook erklärte Bammessel am 2. Februar, er sei für eine „gewisse Öffnung“.

Derzeit gilt in Kirche und Diakonie die sogenannte „ACK-Klausel“, wonach Beschäftigte einer Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) angehören müssen.

In manchen Arbeitsbereichen wie in der Altenpflege seien Stellen „nur noch mit großen Mühen“ zu besetzen, erklärte Bammessel. Außerdem dürfe die Diakonie nicht Flüchtlinge, die nicht den christlichen Glauben haben, von den Arbeitsplätzen der Diakonie ausschließen. „Da würden wir einen Auftrag, den wir an diesen Menschen haben, nicht erfüllen.“

Bammessel zeigte sich überzeugt, dass das christliche Profil der Diakonie mit einer offeneren Regelung nicht leiden würde. „Eine gewisse Öffnung tut uns gut“, sagte der bayerische Diakoniepräsident. Eine Abschaffung der ACK-Klausel hatte jüngst der neue Rektor der Diakonie Neuendettelsau, Mathias Hartmann, ins Gespräch gebracht  (siehe Meldung vom 25. Januar >> ) . Im Sommer 2015 hatte die Evangelische Stiftung Alsterdorf als größter diakonischer Dienstgeber in Norddeutschland die Bedingung formaler Kirchenzugehörigkeit für ihre Mitarbeiter aufgehoben.

Bsirske kritisiert Arbeitsvertragsrichtlinien

Tarifverträge bieten besseren Schutz
Frank_BsirskeTarifverträge schützen besser als jede AVR! Diese Aussage traf ver.di-Chef Frank Bsirske in einem Gespräch mit der Fachzeitschrift „Wohlfahrt intern“.
In der Februar-Ausgabe erklärt er, dass die Regelungsautonomie des Dritten Weges zu Verschlechterungen im Lohnniveau der Unternehmensdiakonie geführt habe. Weiterlesen

Reallohnanstieg für Arbeitnehmer

Einkommensentwicklung

Geld4Die Arbeitnehmer in Deutschland hatten 2015 statistisch gesehen deutlich mehr Geld in der Tasche als im Vorjahr. Die Reallöhne seien vergangenes Jahr um 2,5 Prozent gestiegen und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung 2008, so das Statistische Bundesamt. Gründe seien die niedrige Inflationsrate und steigende Verdienste. Die Verbraucherpreise erhöhten sich demnach moderat um 0,3 Prozent.

 

Diese Reallohnsteigerung wird jedoch keine Veränderung der ungleichen Verteilung des Vermögens in Deutschland bewirken. Die Spaltung in arm und reich hat in den vergangenen zehn Jahren noch deutlich zugenommen. So verfügten die oberen zehn Prozent der Haushalte nach den jüngsten Daten (2013) über 51,9 Prozent des Nettovermögens, zehn Jahre zuvor waren es noch 49,4 Prozent. Die unteren 50 Prozent der Haushalte verfügten 2013 nur über ein Prozent des Nettovermögens, 2003 waren es 2,6 Prozent. Siehe auch Meldung vom   >> 26. Januar 2016

Niedersachsen will ausländische Berufsabschlüsse leichter anerkennen

Gesetzesnovelle beschlossen
Niedersachsen will ausländische Berufsabschlüsse leichter anerkennen

wappen-niedersachsenDie Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen soll in Niedersachsen künftig einfacher werden. Das Kabinett hat eine entsprechende Gesetzesnovelle beschlossen, die nun in den Landtag eingebracht werden soll. Einwanderer sollten die Chance erhalten, möglichst schnell ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, teilte Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) am Mittwoch mit.
Mit dem Gesetz soll ein Rechtsanspruch auf eine unabhängige, kostenlose Beratung geschaffen werden, wie Abschlüsse anerkannt werden können. Auch Flüchtlingen steht der Zugang dazu offen. Ziel sei es, allen Einwanderern einen chancengleichen Zugang zum Arbeitsmarkt zu verschaffen. Sollte dies zunächst nicht möglich sein, erhielten die Betroffenen einen Anspruch auf anpassende Qualifizierungsmaßnahmen.

Zur Erleichterung der Berufsanerkennungen beteiligt sich das Land zudem seit 2015 mit jährlich bis zu 480 000 Euro an der Finanzierung des Netzwerkes Niedersachsen  >>www.migrationsportal.de. Gemeinsam mit dem Bund und der EU wird damit der qualifizierte Zugang zum Arbeitsmarkt für Einwanderer gefördert.

Junge Beschäftigte nehmen oft ihre Pause nicht

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Mach_mal_PauseEtwa ein Fünftel der Erwerbstätigen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren arbeitet in Deutschland laut einer Studie häufig ohne Pause. Vor allem in der Dienstleistungsbranche verzichteten junge Beschäftigte auch an Tagen mit mehr als sechs Stunden Arbeitszeit auf eine Erholungsphase. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nach einer Befragung junger Arbeitnehmer, wie sie am Dienstag in Dortmund mitteilte.

Den Verzicht auf die Pause begründe etwa die Hälfte der Befragten mit der Arbeitsfülle.

Die Behörde wies darauf hin, dass Arbeitspausen und Ruhezeiten der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten dienten. Deshalb seien sie gesetzlich geregelt. Dennoch ließen junge Erwerbstätige ihre Pausen häufig ausfallen. Dabei geben Frauen (54 Prozent) häufiger als Männer (43 Prozent) an, aufgrund der Arbeitsmenge auf eine Pause zu verzichten. Darüber hinaus erklärte ein Drittel aller Befragten, dass sich Pausen nicht in ihren Arbeitsablauf integrieren lassen. Nach Angaben der Behörde des Bundesarbeitsministeriums gehört es zu den Fürsorgepflichten des Arbeitgebers, auf die Einhaltung von Erholungszeiten zu achten.

Die Befragung von 3.200 jungen Arbeitnehmern fand 2012 statt und wurde nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erst kürzlich detailliert ausgewertet.

 

Quelle: epd sozial

BAG: Dank für Information ist keine Zustimmung

bundesarbeitsgericht110_v-klein16x9Kirchliche Arbeitgeber dürfen Beschäftigte erst nach Abschluss des Mitbestimmungsverfahrens kündigen. Hat die Mitarbeitervertretung (MAV) nach dem Hinweis auf eine beabsichtigte Kündigung lediglich erklärt, „für einen weiteren Austausch zur Verfügung“ zu stehen, stellt dies noch keine Zustimmung zur Entlassung des Arbeitnehmers dar. Weiterlesen

Große Schere zwischen Arm und Reich

Einkommensverteilung in Deutschland

oecd BerichtIn Deutschland besitzen die oberen 10 Prozent mehr als die Hälfte des Vermögens. Die niedersächsische Landesarmutskonferenz hat diese immer stärkere Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich kritisiert. Der DGB macht dafür eine ungerechte Steuerpolitik verantwortlich. Weiterlesen

Kirche muss Alternativen zur Kirchensteuer suchen

Diakonie-Chef Neuendettelsau:

„ACK Klausel ist anachronistisch“

michael-hartmann-diakonie-neuendettelsauDer Vorstandsvorsitzende der Diakonie Neuendettelsau, Mathias Hartmann, hat der evangelischen Kirche empfohlen, über neue Finanzierungsformen für die Zeit „nach der Kirchensteuer“ nachzudenken. Hartmann sagte am Mittwochabend im Nürnberger Presseclub: „Der Landesbischof singt das Hohelied der Kirchensteuer, das ist kurzsichtig.“ Die Kirchensteuer sei ein „sehr konservatives Element“ und verhindere, dass die Kirche dynamischer werde, sagte der Diakonie-Chef. Weiterlesen

Branchenfremde Arbeitgeber verhindern Zukunftssicherung der Altenpflege

Tarifausschuss verweigert Allgemeinverbindlichkeit

689678_web_R_by_U.Weinreich_pixelio.deDer Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags über die Ausbildungsbedingungen in der Altenpflege in Niedersachsen hat im Tarifausschuss des Landes Niedersachsen keine Mehrheit gefunden. Damit gibt es für die rund 6.700 Auszubildenden keine gleichen Mindeststandards in ihrer Ausbildung. Die Entscheidung stellt die flächendeckende pflegerische Versorgung in Niedersachsen in Frage, stellt ver.di in einer ersten Stellungnahme fest.

Vollständige Presseerklärung >>

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