Tarifabschluss mit den Ländern

„Ein Ergebnis das sich sehen lassen kann“

So bewertete der Verhandlungsführer der Gewerkschaften, der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske das nach einem 37 stündigen Verhandlungsmarathon erzielte Tarifergebnis in einem ersten Statement vor den wartenden Journalisten .

Mit dem in Potsdam erzielten Abschluss wird über die, den Ländern eine Planungssicherheit gebende, lange Laufzeit von 33 Monaten, jeder Beschäftigte im Dienst der Länder einen Einkommenszuwachs von mindestens 240 € erhalten.

Das Ergebnis im Detail:

  • Rückwirkend zum 1. Januar 2019 wird es eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent mit mindestens 100 Euro geben,
  • zum 1. Januar 2020 weitere 3,2 Prozent mit mindestens 90 Euro und
  • zum 1. Januar 2021 noch einmal 1,4 Prozent mit mindestens 50 Euro.
  • Für die Auszubildenden steigen die Vergütungen insgesamt um 100 Euro in zwei Schritten von 50 Euro, rückwirkend zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020.
    Wie auch schon beim Abschluss mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) erhalten sie zudem einen zusätzlichen Urlaubstag und werden nun auch 30 Urlaubstage haben.

Und auch das wurde vereinbart:

In allen 15 Entgeltgruppen im Landesdienst sollen die Einstiegsgehälter in den Eingangsstufen für Neueinsteiger aufgewertet werden. Diese Aufwertung beträgt im Volumen rund 11 Prozent und erfolgt in zwei Schritten zum 1. Januar 2020 sowie zum 1. Oktober 2020.

Eine Aufwertung erfahren vor allem die Pflegekräfte und auch die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten, die ab dem 1. Januar 2020 in die bessere Entgelttabelle der Kommunen wechseln und oben drauf die beschlossenen Entgelterhöhungen bekommen werden.

Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender

Das seien wichtige Entwicklungsschritte im öffentlichen Dienst, sagte Frank Bsirske vor der Presse: „Damit haben wir die Attraktivität des öffentlichen Dienstes für Fachkräfte und Berufseinsteiger nachhaltig verbessern können. Das ist ein Erfolg für beide: Gewerkschaften und Arbeitgeber.“   
„Wer von uns hat das schon mal erlebt, dass eine Kollegin oder ein Kollege mit einer dreijährigen Ausbildung 380 Euro auf einen Schlag im Monat mehr erhält. Das ist spektakulär.“


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