Rolle rückwärts

Diakonische Arbeitgeber haben eigene Vorstellungen von Entlastung der Beschäftigten

Während andere Branchen offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt haben und die Rahmenbedingungen für Beschäftigte verbessern, gehen die Uhren beim Diakonischen Dienstgeberverband Niedersachsen (DDN) anders.

Um Erhöhungen von Gehältern und Zulagen zu kompensieren, wurde Anfang der Woche eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden und die Einführung der 6-Tage-Woche auf den Verhandlungstisch gelegt. Und um diese „Rolle rückwärts“ moralisch zu begründen, wurde der Hilfebedarf der Gesellschaft angeführt.

Ob es so den DDN-Verhandlungsführer Dr. Jens Rannenberg oder dem DDN-Vorsitzenden Rüdiger Becker gelingen wird, die Attraktivität Diakonischer Einrichtungen zu steigern, ist fraglich.

Die Gewerkschaft ver.di und der Marburger Bund Niedersachsen informierten umgehend ihre Mitglieder und bezeichneten in einem „Blitzinfo“ das Arbeitgeberangebot als eine Bedrohung.

Die Verhandlungen werden am 13. und 20.03.2019 fortgesetzt. Diese Zeit ist zu nutzen, um in den Einrichtungen vor Ort deutlich zu machen, dass der vom DDN eingeschlagene Weg ein Holzweg ist.

Das „Blitzinfo“ finden Sie >>> hier

Bildrechte:

  • TV DN 2018: © ver.di nds-bremen