Neben den Aktionen der Gewerkschaft ver.di, zum Beispiel anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz am 10. Juni in Hannover, hat nun die Diakonie eine Postkartenaktion gestartet. Unter dem Slogan „Wer jetzt kürzt, zahlt später drauf!“ fordert sie dazu auf, Postkarten mit Protestbotschaften gegen die Kürzungspläne der Bundesregierung an Bundeskanzler Friedrich Merz zu senden.
Positionen der Diakonie im Detail
Die Positionen der Diakonie zu den geplanten Kürzungen in Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe sind auf der Homepage der Diakonie nachzulesen.
„Ausgerechnet bei Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen den Rotstift anzusetzen, widerspricht grundlegenden Werten unseres Sozialstaats. Denn Chancengerechtigkeit für alle ist kein Almosen, sondern ein zentrales Versprechen, das dieses Land stark gemacht hat.“
Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland
Auf der Postkarte, die die Diakonie in 50er-Bündeln für den ehrlicherweise zu hohen Preis von 6,80 € zuzüglich 4,99 € Versand auf ihrer Homepage zur Bestellung anbietet, sind folgende Kernaussagen zu sehen:
- Wer bei Kindern und Jugendlichen spart, spart an der Zukunft unserer Gesellschaft.
- Wenn frühe Hilfe fehlt, steigen die Folgekosten für das gesamte Sozialsystem.
- Teilhabe geht uns alle an. Wie wir miteinander umgehen, zeigt, was für eine Gesellschaft wird sind.
Wir rufen dazu auf, auch diese Postkartenaktion zu unterstützen. Gegebenenfalls sind die Postkarten gesammelt über den Arbeitgeber bestellbar, sodass Versandkosten eingespart werden können. Noch wichtiger als der Versand von Postkarten wird aber die Teilnahme an z.B. der ver.di-Demonstration am 10. Juni in Hannover sein. Sichtbarkeit auf der Straße und lauter Protest sind aus unserer Sicht sinnhafter als der Versand von Postkarten, die nach unserer Einschätzung von Bundeskanzler Merz sicher nicht im nötigen Maße wahrgenommen werden. Umso erfreulicher ist es, dass die Einrichtungen der niedersächsischen Diakonie teilweise offen für eine Unterstützung der ver.di-Proteste sind und sogar eine koordinierte Teilnahme aus den Einrichtungen heraus anbieten. Diesem Beispiel sollten noch mehr Arbeitgeber folgen.


